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ZENTRALABSAUGANLAGE für eine Sondermüllverbrennungsanlage in Wien
(Fotostory)

AbsaugarmDie Fernwärme Wien besitzt eine eigene Sondermüll – Verbrennungsanlage. Darin werden alle Arten von Abfällen – auch giftige und explosive Stoffe – zerkleinert und in einem Drehrohrofen verbrannt. Die erzeugte Energie in Form von Wärme wird dem Fernheizsystem in Wien zugeführt.

Für die Reinigung einer dieser Anlagen installierte die Firma
Ti-TELLA eine Zentralabsauganlage. Dabei waren einige Besonderheiten zu berücksichtigen.



Gestellte Anforderungen und technischen Problemstellungen:

-  Anlage gemäß geltenden ATEX-Vorschriften
-  Absaugen von explosiven     Material, wie Kohlestaub, etc.
-  garantierte Saugleistung in t/h
-  garantierter Reinluftwert
-  Transport des abgesaugten Materials in der Saugrohrleitung
   über ca. 180 m
-  staubfreie Entleerung des aufgesaugten Materials

Lösung von Ti-TELLA: Zentralabsauganlage mit folgenden Spezifikationen:

Die Zentralabsauganlage besteht aus einem schallgedämmten Vakuumaggregat, einem Filterabscheider und einer Zentralverrohrung. Die größte Entfernung zwischen Absaugstelle und Filterabscheider beträgt 180 m. An der Verrohrung sind mehrere selbstschließende Absaugstellen eingebaut. Die Anlage ist so ausgelegt, daß zwei Personen gleichzeitig mit je einem 10 m langen PU-Saugschlauch NW 50 mm arbeiten können.

 

VerrohrungIm Vakuumaggregat ist ein Sicherheitsfilter eingebaut, welcher das Drehkolbengebläse vor Staubeintritt schützt, sollte das Hauptfiltersystem beschädigt werden. Dieser ist mit einem Differenzdruckschalter überwacht, welcher einen zu großen Differenzdruck am  Schaltschrank anzeigt und die Anlage abschaltet. Ein Sicherheitsventil begrenzt den Unterdruck auf max. 500 mbar. Im druckseitigen Schalldämpfer ist ein Temperaturschalter eingebaut, zum Schutz der Vakuumpumpe vor thermischer Überlastung. Das Vakuumaggregat ist mit einem  37 kW, 400 V - Motor ausgerüstet und weist eine Ansaugleistung von 2.200 m3/h bei 100 mbar Unterdruck auf.

 
MultiJet-

Das Hauptfiltersystem ist ein Schlauchfilter in druckstoßfester Ausführung. Die 21 Stk. Filterschläuche sind antistatisch, mit Erdungsleitung versehen und auf Stützkörbe aus galvanisiertem Stahl aufgezogen. Die Schlauchlänge beträgt 2.400 mm. Durch eine Zeitsteuerung werden die Filterschläuche automatisch mit Druckluft abgereinigt, wobei jeweils nur eine Filterreihe abgeblasen wird.

Der Unterteil des Zyklonfilters ist mit einem tangentialen Rohgaseintritt versehen. Ein Schutzblech verteilt die eintretende Luft gleichmäßig auf die einzelnen Filterschläuche. Damit wird die Anströmgeschwindigkeit am Filter reduziert und eine lange Lebensdauer gewährleistet. Ein DMT-geprüfter pneumatischer Absperrschieber NW 250 mm sorgt für den Materialaustritt. Dieser wird geöffnet, wenn der Niveauregler Signal gibt und den Materialbehälterteil des Filters „voll” meldet. Durch eine Zeitsteuerung wird der Schieber wieder automatisch geschlossen und der Saugvorgang wieder aufgenommen. Die Entleerung erfolgt staubfrei in einen BIG-BAG.

 

Absaugarm Eine Berstscheibe aus Edelstahl sorgt für die vorgeschriebene Überdruckentlastung. Damit das Filtersystem im Inneren einer Halle aufgebaut werden kann ist außerdem ein Schutzrohr mit eingebautem Schutzsystem installiert. Damit wird im Falle einer Explosion innerhalb des Filters der Überdruck gefahrlos abgebaut.Absaugarm
Ein Sensor an der Berstscheibe sorgt im Falle einer Explosion für alle durchzuführenden Schutzmaßnahmen.

In der Zentralverrohrung befindet sich ein Explosionsschutzventil, welches bei Überdruck im Filterabscheider, hervorgerufen durch eine Explosion, automatisch schließt. Damit wird das Bedienungspersonal vor
Verletzungen geschützt.

 
Der Schaltschrank ist mit einer SIEMENS SPS ausgerüstet und mit allen – zur Steuerung der Anlage notwendigen Elemente versehen. Innerhalb der Gesamtanlage sind 10 Fern – Ein/Aus-Schalter montiert, womit die Absauganlage gestartet bzw. ausgeschaltet werden kann.
 
   
 

Zwei Personen können gleichzeitig die Betriebsanlagen (Maschinen, Förderbänder, Boden, etc.) reinigen. Dazu sind an der Saugleitung mehrere selbstschließende Absaugstellen angebracht. An diese können durch ein Gegenstück Saugschläuche mit einer Nennweite von 50 bis 76 mm angeschlossen werden. An besonders exponierten Stellen, wo viel Material anfällt - z.B. Förderbandübergabestellen - sind auch Anschlußstellen mit NW 100 mm angebracht. Dann kann eine Person, mit einem Saugschlauch NW 100 mm wesentlich mehr Material je Zeiteinheit absaugen.